Turnen: Nerven flattern beim Landesfinale

06.05.2018 15:48

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Neele Kumm, Hannah Engeler, Jule Wilhelmy und Katja Winde vertraten den TuS Holle-Grasdorf bei den diesjährigen Landes-Einzelfinals in Bad Iburg.

Neele nahm am Samstag als erste der Turnerinnen die 2,5 std. Autofahrt nach Bad Iburg auf sich, um dort ihr Können vor den Kampfrichtern des Niedersächsischen Turnerbundes zu präsentieren. Sie begann ihren Wettkampf als dritte Turnerin am Boden und zeigte eine solide Übung, die mit 12,000 Punkten belohnt wurde. Im Anschluss folgte nach olympischer Reihenfolge der Sprung, an dem ihr ein vergleichbar sehr guter Überschlag gelang. Auch am Barren und Balken konnte sie ihre Übungen ohne größerer Fehler und Stürze zeigen. Leider erhielt sie dennoch an beiden Geräten aufgrund kleiner Unsauberkeiten nicht ihren Ausgangswert und musste sich so mit durchschnittlich 2,50 Punkten Abzug zufriedengeben. Für Neele war es ein guter Wettkampf, vergleichsmäßig zu ihren Konkurrentinnen fehlt es aber leider noch etwas an Präzision, sodass sie im Gesamtergebnis Platz 12 (von 15) belegte.

Am Sonntagmorgen hatte dann Katja in der etwas leichteren Leistungsklasse ihren Auftritt. Etwas aufgeregt war sie schon, da sie ja vor ihren Kampfrichterkollegen, mit denen sie bereits am Samstag selbst auf ihrem ersten Kampfrichtereinsatz beim Land gewertet hatte, vorturnen musste. Für sie lief das Wochenende aber hervorragend. Sie belegte als älteste Turnerin in diesem Wettkampf Platz 6 (von 23). Damit erzielte sie das bisher beste Ergebnis, welches eine Holler Turnerin je auf den Landesmeisterschaften erturnen konnte. „Ich bin sehr zufrieden mit mir“, sagte sie nach dem Wettkampf. Mit soliden Leistungen am Barren und Balken startete sie mit guter Laune in den Wettkampf. So konnte ja eigentlich am Boden nichts mehr schiefgehen, zumal das Katjas Paradegerät ist. Sie hielt ihr Versprechen, zeigte nicht die schwerste aber eine sehr saubere Bodenübung, was sich auszahlte. Mit weniger als zwei Punkten Abzug zeigten die Kampfrichter eine 13,500 hoch. Höchstwertung am Gerät für diesen Wettkampf! Abschließend kam noch der Sprung. Nachdem sie im Bezirk aufgrund von Fußproblemen nur einen Sprung zeigte, entschloss sie sich jetzt, trotz anhaltender Fußschmerzen zwei Sprünge zu zeigen. Dies stellte sich als eine gute Entscheidung heraus, denn der zweite Sprung wurde mit 0,250 Punkte höher bewertet als der erste. Genau diese 0,250 Punkte waren es am Ende auch, die ihr den sechsten Platz einbrachten. Herzlichen Glückwunsch!

Gleich danach machten sich Hannah und Jule startklar. Begleitet wurden sie von Trainerin Vanessa Brandt. „Hannah ist so aufgeregt“, sagte sie schon vor dem Wettkampf. „Die Nerven flattern…“, sagte auch Jules Mutter auf der Tribüne. Für die beiden Mädels begann der Wettkampf ebenfalls am Barren. Beide zeigten eine gute Übung und bekamen 11,150 bzw. 11,700 Punkte. Danach ging es zum Balken, dass „Horror-Gerät“. Die Nervosität machte sich leider bemerkbar, von Hannahs Balkentalent blieb nicht viel übrig. Hannah, die im Training so fundiert am Balken turnen kann, musste leider drei Stürze und zwei Serienunterbrechungen hinnehmen. „Es hätten locker 4 Punkte mehr sein können…“, sagte sie traurig nach ihrer Übung. Für Jule lief es deutlich besser, sie absolvierte ihre Balkenübung ohne einen Sturz. Hannahs Niedergeschlagenheit setzte sich leider auch am Boden fort. In ihrer Akrobatischen-Serie musste sie den Salto auslassen und im Gesamteindruck waren viele Unsauberkeiten zu erkennen. Auch Jule musste am Boden ein bisschen kämpfen. Beide gingen mit 11,850 Punkten vom Gerät. Am Sprung kam Jule dann leider nicht wie gewünscht aus dem Sprungbrett und zeigte daher einen für sie eher mittelmäßigen Handstandüberschlag. Hannah konnte den Wettkampf immerhin mit einem guten Überschlag und 12,400 Punkten abschließen. Leider reichte es für Hannah aufgrund der niedrigen Balkenwertung trotzdem nur für Platz 22, während Jule mit Platz 19 (von 22) etwas besser abschneiden konnte. „Immerhin Landesfinale“, sagten Hannahs und Jules Eltern nach dem Wettkampf. Und das stimmt, es ist immer wieder ein toller Erfolg, wenn es Turnerinnen des TuS Holle-Grasdorfs schaffen, sich bis zum Land zu qualifizieren. Denn die Konkurrenz im Bezirk und Land ist in diesen Leistungsklassen sehr hoch.

 

Bild1:

Hannah bei ihrem Angang am Balken, einem so genannten Schweizer Handstand.

 

Bild2:

v.l.: Katja, Neele, Jule und Hannah konnten bei den Landesfinals viele neue Erfahrungen sammeln.

 

Bild3:

Jule zeigt einen perfekten Spagat Sprung am Boden.

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