Ryuha

Ryuha bezeichnet eine Kampfkunst-Schule oder Familie, die eine bestimmte Lehre oder Techniktradition darstellt und diese von einer Generation zur nächsten weitergibt – ähnlich dem Fließen eines Flusses.
Die Holler Kampfkünstler lernen aktuell beim NinpoTraining verschiedene feudale und moderne Ryuha kennen. Welche Auswirkungen und Unterschiede Mugei-ryu, Bugei-ryu, Shorinji-ryu oder Koto-ryu Koppojutsu auf den Umgang mit dem kurzen und dem langen Schwert haben.

„Aus dem Schatten – in den Schatten“ ist ein Credo der Shinobi und ganz in Tradition dieses Credo, hängen die Holler Ninja ihre Erfolge nicht an die große Glocke.
Nach erfolgreicher Ninjutsu-Prüfung am 1. Juli 2025 tragen nun Isabelle, Eva, Lena, Gerlinde, Christiane und Michael neue Gürtel und nicht nur die Prüflinge, sondern auch unser Sensei Tim war sichtlich froh, dass alle es erfolgreich gemeistert haben.
Zumal Lena und Eva auf sankyu (Grüngurt) und Christiane auf nikyu (Blaugurt) geprüft wurden. Dafür reiste eigens Lukas, Geibun des Dojokun Yuishinkan Ninpo Germany und ranghöchster Dan-Träger im Taekwondo, an. Aber auch Lukas war letzten Endes von allen Prüflingen überzeugt und am Ende der Prüfung konnten dann alle ihre langersehnte makimono (Urkunde) in den Händen halten.

„Nun ist der Weg frei, um die Welt von Wakizashi, Katana und Tachi1 kennen zu lernen“ so Sensei Tim. Für diesen Weg benötigt man das Wissen verschiedener Ryuha.

Auch für unseren Ninjutsu-Sensei geht heimlich, still und leise der Erfolg weiter. Nach einer behördlichen Gastausbilder-Einladung nach Calw reist Tim im November nach Hamburg, um dort am Konsulat von einem Mitglied des Kaiserlichen Japanischen Unterhauses die Erlaubnis abzuholen, im Sommer 2027 die Prüfung zum Yondan (4.Dan) ablegen zu dürfen. Der Yondan ist im Koka-Ryu die letzte Stufe von den Hohen- und Großmeister-Rängen.

Im Ju-Jutsu läuft derweil die Vorbereitung auf eine weitere Gürtelprüfung im Oktober weiter. Die neuen Schüler üben sich fleißig im Fallen, der Bewegungslehre und ersten effektiven Techniken zur Selbstverteidigung, während die Grüngurte auf ihre Bezirksprüfung zum 2. Kyu (Blaugurt) hinarbeiten. So gehen alle weiter ihren Weg des Budo.

Budo (武道) ist ein japanischer Begriff, der die modernen japanischen Kampfkünste umschreibt und wörtlich als „Weg des Kriegers“ oder „Kampfweg“ übersetzt wird. Budo geht jedoch weit über das rein Körperliche hinaus: Es ist ein Weg der persönlichen Reifung und Schulung, der körperliche Techniken mit innerer Lehre, Achtsamkeit und Geistesgegenwart verbindet. Im Kern geht es bei Budo nicht um Kampf oder Gewalt, sondern um die Überwindung von Konflikten, die Anwendung von Prinzipien auf den Alltag und die ständige Auseinandersetzung mit sich selbst.

Wer gerne einmal diesen Weg kennen lernen möchte, kann jederzeit gerne ein Schnuppertraining vereinbaren.

Tim Willemsen und Christiane Beelmann

    1. Japanische Schwerttypen ↩︎