Wie einst im feudalen Japan machte sich auch diesmal wieder eine kleine, mutige Gruppe von Ninjas des TuS Holle-Grasdorf auf eine Reise, um neue Techniken zu erlernen und ihr Können zu verfeinern. Ziel der Reise war ein befreundetes Dojo in Braunschweig. Die Krieger dieser Expedition: die Ninjutsu-Gruppe rund um Trainer Tim Willemsen. Mit Neugier, Respekt und Kampfgeist betraten sie die Trainingshalle (Dojo), bereit, ihr Wissen zu erweitern und sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Schon bald zeigte sich, dass beide Gruppen ihre eigenen Stärken und Traditionen mitbrachten. Während beim TuS Holle-Grasdorf besonders Wurf- und Hebeltechniken sowie Waffentraining im Mittelpunkt stehen, ist beim Budokai Braunschweig der Einfluss des Karate deutlich spürbar. Genau dieser Unterschied machte das gemeinsame Training besonders spannend.
In einer intensiven und schweißtreibenden Trainingseinheit wurden Techniken ausgetauscht, Bewegungen verfeinert und neue Ideen entdeckt. Am Ende waren sich alle einig: Diese Begegnung war nicht nur lehrreich, sondern auch ein großes Vergnügen. Doch wie jede gute Ninja-Geschichte endet auch diese nicht hier. Schon bald werden die Krieger aus Braunschweig den Weg nach Holle antreten – um das Training im Holler Dojo fortzusetzen und die nächste Seite dieser gemeinsamen Geschichte zu schreiben.
Training mit einem scharfen Katana – Respekt vor der Klinge
Wie oben bereits beschrieben, ist das Waffentraining ein elementarer Teil des Ninjutsu-Trainings. Dazu gehört auch der Umgang mit dem traditionellen Katana.
Das Training mit einem scharfen Schwert gehört zu den eindrucksvollsten, aber auch verantwortungsvollsten Bereichen der japanischen Kampfkunst. Ein echtes Katana ist nicht nur ein Trainingsgerät, sondern ein Symbol für Disziplin, Achtsamkeit und jahrhundertealte Tradition.
In Kampfkünsten wie Iaido oder Kenjutsu wird der Umgang mit dem Schwert als Weg der persönlichen Entwicklung verstanden. Die scharfe Klinge – im Training oft als Shinken bezeichnet – verlangt höchste Konzentration und Respekt. Anders als beim Training mit Holzschwertern oder Übungswaffen wird hier jede Bewegung bewusst und kontrolliert ausgeführt.
Der Weg zur scharfen Klinge
Bevor ein Schüler überhaupt mit einem scharfen Katana trainieren darf, vergeht meist viel Zeit. Zunächst wird mit einem Bokken (Holzschwert) oder einem stumpfen Übungsschwert trainiert. In dieser Phase lernen die Schüler grundlegende Bewegungen, Fußarbeit, Distanzgefühl und die richtige Haltung.
Erst wenn ein hohes Maß an Kontrolle, Körpergefühl und Verantwortungsbewusstsein erreicht ist, kann das Training mit einer echten Klinge beginnen. Das Ziel ist dabei nicht Geschwindigkeit oder Kraft, sondern Präzision, Ruhe und Kontrolle.
Sicherheit und Verantwortung
Der Umgang mit einem scharfen Katana erfordert klare Regeln:
- Absolute Konzentration während des Trainings
- Ausreichender Abstand zu anderen Trainierenden
- Klare Anweisungen durch den Trainer
- Regelmäßige Kontrolle von Schwert und Trainingsumgebung
Schon kleine Unachtsamkeiten können zu Verletzungen führen. Deshalb steht im Training immer der respektvolle Umgang mit der Waffe im Mittelpunkt. Viele Lehrer betonen: „Das Schwert formt den Charakter des Übenden.“
Mehr als nur Technik
Beim Training mit dem Katana geht es nicht nur um Kampfkunst. Viele Praktizierende beschreiben es als eine Art bewegte Meditation. Jede Bewegung – vom Ziehen der Klinge bis zum Zurückführen in die Scheide – wird bewusst ausgeführt. Atmung, Körperhaltung und Geist sollen eine Einheit bilden.
Diese Verbindung aus Technik, Konzentration und innerer Ruhe macht den besonderen Reiz des Schwerttrainings aus. Wer mit einem scharfen Katana trainiert, lernt nicht nur den Umgang mit einer historischen Waffe, sondern auch Geduld, Selbstkontrolle und Respekt.
Prüfungsvorbereitung für die Gurtprüfungen
Für dieses Jahr hat unser Shihan Dai Tim wieder Gurtprüfungen angemeldet. Damit hat für einige seiner Schülerinnen und Schüler eine ganz besondere Zeit begonnen – die intensive Vorbereitung auf den nächsten Schritt auf ihrem Weg im Training.
Eine Gurtprüfung ist immer mehr als nur ein Termin im Kalender. Sie steht für viele Stunden Training, für Durchhaltevermögen, Disziplin und die Bereitschaft, immer wieder an sich zu arbeiten. In den kommenden Wochen werden Techniken wiederholt, Abläufe verfeinert sowie Kondition und Konzentration weiter aufgebaut.
Trainer Tim begleitet die Teilnehmenden dabei mit viel Erfahrung, Geduld und Motivation. Schritt für Schritt wachsen so nicht nur das technische Können, sondern auch das Selbstvertrauen jedes Einzelnen.
Wir freuen uns sehr, unsere Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg zu begleiten, und wünschen allen, die sich der Herausforderung stellen, eine erfolgreiche Vorbereitung, starke Nerven und vor allem weiterhin viel Freude am Training.
