Shihan dai Auszeichnung für Tim Scholz

Der japanische Dachverband IMAF-Kokusai Budoin (mit dem europäischen Ableger Koga-ryu Rengokai 甲) hat unseren Übungsleiter für Ju-Jutsu und Ninjutsu mit der Ehrenbezeichnung Shihan dai ausgezeichnet.

Gemäß dieser Ehre, erhielt Scholz eine handgemalte Auszeichnung von den Großmeistern Shiina Soke und Kohno Akikazu aus Ibaraki in Japan.

Der Shihan ist – nicht nur in den japanischen Kampfkünsten (Budo) – ein Lehrer von Lehrern, wird aber häufig auch einfach als „Meister“ übersetzt. Es ist eine Ehren-Bezeichnung für einen Würdenträger, höheren Lehrer und Unterweiser.

Im Yamabushi Ninpo wird der Ehrentitel Shihan dai einem Sensei (Lehrer) zugesprochen, der sich innerhalb seiner Kunst „besonders“ verdient gemacht hat, beispielsweise durch die tiefere Erforschung der jeweiligen Kampfkunst, das Verbreiten der Lehre an sich oder durch Ehrenarbeit. Der Titel Shihan wird verliehen und kann nicht durch Graduierungen erreicht werden. Ehrentitel wie Shihan oder Shidoin stehen auch für die Ritterlichkeit, der Ehrenkodex der Samurai und anderer Bushi (Krieger).

Wiederaufnahme des Sportbetriebs:

Es geht wieder los!

Wir freuen uns, dass die aktuellen Corona-Verordnungen des Landes Niedersachsen uns eine erste Wiederaufnahme des Sports ermöglichen:

Im Freien dürfen Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von einschließlich 18 Jahren in fester Gruppenzusammensetzung von bis zu 30 Personen plus betreuender Personen Sport treiben. Auch Mannschaftssport ist zulässig, Spiele gegen wechselnde Mannschaften jedoch nicht. Eine Testpflicht besteht für die Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren nicht, nur für die betreuenden Personen und volljährigen Jugendlichen.

Auch Erwachsene dürfen im Freien wieder Sport machen, sofern ein Abstand von jeweils 2 Metern eingehalten wird oder je Person eine Fläche von 10 Quadratmetern zur Verfügung steht. Kontaktsport ist für Erwachsene noch ausgeschlossen. Zudem müssen alle Teilnehmer und Betreuer bzw. Übungsleiter vollständig geimpft, genesen oder getestet sein. Der Test muss innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung durchgeführt und offiziell bescheinigt worden sein. Das Land empfiehlt die kostenlosen Bürgertests in Anspruch zu nehmen, auch bescheinigte Selbsttests durch den Arbeitgeber sind zugelassen.

Vergangene Woche sind die Turner und Ju-Jutsu Kids wieder durchgestartet. Weitere Gruppen folgen, allerdings im Ermessen der Übungsleiter und abhängig vom Wetter und den weiteren Pandemie-Entwicklungen. Bitte habt Verständnis, dass die Durchführung des Sportangebots auch eine Abwägung des Übungsleiters bedarf. Zudem ist nicht jedes Sportangebot kontaktfrei und im Freien möglich.

Welche Sportangebote wieder starten, lest ihr auf unserer Homepage
Unser Sportangebot während Corona
oder erfragt ihr bei euren Trainer:innen und Übungsleiter:innen.

Anmerkung: Dieser Artikel basiert auf den aktuellen Stand vom 17.05.2021.

Mitmach-Angebot im Jazzdance:

Die Schmetterlinge gehen online!

Nach dem erfolgreichen Anlaufen der Online-Übungseinheiten der Damentanzgruppe Dancevision sind jetzt auch die Schmetterlinge ins virtuelle Training eingestiegen. Zur gewohnten Übungszeit montags um 15 Uhr treffen sich acht Kinder mit ihrer Übungsleiterin Iris Schaare auf der Online-Plattform Jitsi. Nach fünfmonatiger Pause freuen sich alle, einander wiederzusehen und die oft geübten Kindertänze im heimischen Wohnzimmer statt in der Turnhalle durchzutanzen. Da der normale Übungsbetrieb im Sportverein in absehbarer Zeit noch nicht wieder aufgenommen werden kann, wird diese Form des Trainings erstmal jeden Montag für rund 30 Minuten stattfinden.

Wenn Vereinsmitglieder tanzbegeisterte Kinder im Alter ab 5 Jahren haben, können sie den Link gerne unter info@tushollegrasdorf.de für eine Teilnahme ihrer Kleinen erfragen.

Neue Trainingsschwerter für Holler Kampfkünstler

Da die pandemiebedingten Kontakteinschränkungen auch in der kommenden Zeit das Ju-Jutsu-Training beeinflussen werden, hat der Verein in Trainingsschwerte für die Abteilung investiert.

Dank dieser Anschaffung, durften die Holler Ju-Jutsuka und Ninjutsuka, an einer Zeremonie teilnehmen, die als Gaidoburē-do (jap. Dialekt aus Ibaraki>>“Geburt“/“Wartezeit“) bekannt ist. Bei dieser Schwertübergabe durch den Sensei/Lehrer werden den Schülern ihre ersten Schwerter übergeben. Traditionell sind diese aus schwerem Holz und dienen dem Training auf Distanz.

Als Wakizashi oder auch Shoto („kleines Schwert“) bezeichnet man ein kurzes Schwert der Samurai. Beim Wakizashi handelt es sich um eine einhändig geführte Sekundärwaffe, die zusammen mit dem sogenannten Kodachi („kleines,dickes Schwert“) die Vorlage für das fiktive Ninjato-Schwert der Ninja bildete.

Das Wakizashi war im japanischen Feudalsystem eine standesbezogene Waffe. Feudale Ehrenleute, Samurai, gesellschaftlich angesehene Fischer, Bauern und Händler durften es führen. Die Samurai, die Ritter des feudalen Japan, trugen das Langschwert Katana (als zivile Waffe) oder das längere Tachi (auf dem Schlachtfeld). Außerhalb des Hauses wurden beide Schwerter zusammen getragen. Dieses Schwertpaar wird als Daishō („groß und klein“) bezeichnet. Zur Selbstverteidigung, beim Kampf auf engem Raum, beispielsweise in kleineren Zimmern oder engen Fluren, war das Wakizashi die Waffe der Wahl, da das Langschwert zu viel Freiraum benötigt.

So lange das Dojo und Vereinsgelände noch nicht wieder genutzt werden darf, werden durch den Trainer Tim Scholz Lehrvideos via YouTube und WhatsApp veröffentlicht, mit dem Ziel, dass die Holler Kampfkünstler bald das große Ziel „Saya no uchi no kachi saya“ erlangen,Siegen, ohne das Schwert zu ziehen“.

Neues Angebot ab 03. Mai 2021:

Von 0 auf 5 km: Gemeinsame WhatsApp-Laufgruppe

  • Du möchtest endlich laufen oder walken und das regelmäßig?
  • Du weißt nur nicht genau wie?
  • Du traust es dir nicht zu?
  • Du hast schon so oft angefangen und es doch wieder aufgegeben?

Damit ist jetzt Schluss!
Unsere Trainerin Simone hilft und begleitet euch 10 Wochen lang mit Tipps und wöchentlichen Trainingsplänen über eine geschlossene WhatsApp-Gruppe. In dieser könnt ihr euch mit anderen „Einsteigern“ austauschen und euch gegenseitig motivieren.

Bei Bedarf könnt ihr Simone natürlich auch persönlich kontaktieren und sogar ein Treffen ist innerhalb der geltenden Corona-Vorschriften möglich.

Damit ihr einen ersten Einblick erhaltet, gibt es hier direkt den Plan für die erste Trainingswoche inklusive Tipps:

Trainingswoche 1:
Start: Am 03. Mai (oder einen Tag später)
Training: 2-3-mal pro Woche
Was ihr braucht: bequeme Kleidung, Laufschuhe, Timer (Stoppuhr oder Handy) und Spaß!

Montag, den 03. Mai: 20 Minuten – je 1 Minute gehen und laufen im Wechsel
Donnerstag, den 06. Mai: 24 Minuten – je 1 Minute gehen und laufen im Wechsel
Samstag, den 08. Mai: 24 Minuten – je 1 Minute gehen und laufen im Wechsel

Alternativ startet ihr am Dienstag und trainiert dann Freitag und Sonntag.

  • Tipps:
  • Startet immer mit einem lockeren Gehen.
  • Endet immer mit einem lockeren Gehen.
  • Lauft/walkt in eurem persönlichen Wohlfühltempo. Es geht vorerst darum durchzuhalten und die eigene Ausdauer zu steigern – nicht um Geschwindigkeit.

Wer trainiert euch?
Simone Meyer ist Functional Training Coach, Stoffwechseltrainerin, Trainerin für Fitness & Gesundheit und hat selbst Lauferfahrung beim Halbmarathon.

Wo meldet ihr euch an?
Für die weiteren Trainingspläne per WhatsApp schreibt ihr eine Mail an trainer.simone@gmx.de und gebt dabei euren Namen, Geburtsdatum, Mailadresse und Handynummer an. Für Vereinsmitglieder ist das Angebot kostenlos, Nicht-Mitglieder zahlen einmalig 15 Euro.

Bodystyling im Intervalltraining:

Die Sunnies halten sich fit – macht mit!

Auch wenn Tanzen in der Halle derzeit nicht möglich ist, halten sich die Mädels der Jazzdance-Gruppe „Sunnies“ weiterhin fit: Jeden Mittwoch um 19 Uhr trainieren die 19- bis 34-jährigen gemeinsam online. Unter der Leitung von Mandy Sandvoß werden in vorgegebenen Zeitintervallen mit abwechslungsreichen Übungen Kraft und Ausdauer trainiert.

Vereinsmitglieder, die auch Lust haben sich fit zu halten, können gerne dazukommen! Den Zugangslink erfragt ihr unter info@tushollegrasdorf.de.

Eure Kamera darf auch ausbleiben und ihr müsst nicht tanzen – versprochen! 🙂 Für das Training benötigt ihr eine Matte, ein Handtuch, ein Getränk sowie einen internetfähigen Laptop/PC bzw. ein Handy, natürlich mit Tonwiedergabe. Eine Kamera ist nicht notwendig.

Gesundheitssport erneut mit Qualitätssiegeln ausgezeichnet

Erneut ist der TuS Holle-Grasdorf e.V. für seine gesundheitsorientierten Bewegungsangebote mit den Qualitätssiegeln „Pluspunkt Gesundheit. DTB“  sowie „Sport pro Gesundheit. DOSB“  ausgezeichnet worden. Der Verein setzt mit den Qualitätssiegeln ein Zeichen für Qualität im Gesundheitssport.

Unsere qualifizierte Übungsleiterin für den Bereich Sport in der Prävention und in der Rehabilitation, Angelika Folz, vermittelt den Teilnehmern in den seit Jahren existierenden Rehasportgruppen ein breit gefächertes bewegungstherapeutisches Übungsangebot.

Rehabilitationssport ist eine ärztlich verordnete Leistung und somit über die Krankenkassen abrechenbar. Eine Mitgliedschaft im Verein ist nicht erforderlich. Auch wenn wir das Angebot aufgrund der Pandemie derzeit aussetzen müssen, wollen wir wieder durchstarten, sobald es die Situation zulässt. Rehasport im Wasser findet dann wieder jeweils Montags 16:30 – 17:15 Uhr und 17:15 – 18:00 Uhr in der Schwimmhalle der Grundschule Holle statt, Rehasport Rücken Dienstags 17:45- 18:30 Uhr und 18:30 – 19:15 Uhr im Reharaum des Holler Sportheims. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage www.tushollegrasdorf.de oder per Mail an info@tushollegrasdorf.de.

Holler Kampfkünstler erforschen den Inneren Weg

Die trainingsfreie Zeit haben die Holler Ju-Jutsuka und Ninjutsuka nicht nur dazu genutzt, sich mit waffenbasierenden und waffenlosen Trainingsvideos fit zu halten, sondern auch den sogenannten „Inneren Weg“ zu erforschen.

Im Daoismus gibt es das “Wu wei”. Es beschreibt einen „Inneren Weg“, eine innere Haltung, die eigentlich alle Kampfkünste haben und in der man durch Nichthandeln handelt. Es bedeutet eine Hingabe in den Moment. Aus dieser Hingabe kann sich ein Handeln entwickeln, das der tatsächlichen gegenwärtigen Situation angemessen ist. Ein Vorgang, der für die Selbstverteidigungsaspekte im Ju-Jutsu und Ninjutsu essenziell ist. Jemand will uns verletzen, wir wehren uns und wollen das beenden.

Die Kampfkünste, Selbstverteidigungs- und Kampfsysteme interessieren, faszinieren und es wird Ihnen nachgeeifert, doch leider behandeln nur noch wenige das Prinzip des „Wu Wei“. Dabei geht es in den Kampfkünsten und auch in den Selbstverteidigungssystemen primär gar nicht nur darum, den Körper für das  Kriegshandwerk oder für einen Zweikampf „zu stählen“ – vielmehr sollen auch die geistig-mentalen Fähigkeiten trainiert werden. Kampfkunst betreiben bedeutet, einen inneren Weg zu gehen. Neben dieser daoistischen Philosophie erhielten die Holler Kampfkünstler aber auch einen Einblick in die Ansicht des Buddhismus.

Dort spricht man von Hinayana und Mahayana. Die Wörter bedeuten etwa der kleine Wagen und der große Wagen. Hinayana ist die alleinige Suche („einsam in einem kleinen Wagen“) nach sich selbst und seinem Ziel. Man wandelt also allein auf diesem inneren Weg!
Das war das Gewöhnlichste im asiatischen Altertum. Wenn beispielsweise Männer in Indien damals das mittlere Alter erreicht hatten, verließen sie Haus und Heim, ihre Frau und die großgewordenen Kinder, um den Weg zu einer größeren Wahrheit, zum Sinn des Lebens zu finden – bevor es an der Zeit war, dass das Leben sie verließ.

Mahayana war stattdessen wie eine „Gruppenarbeit“. Mehrere Menschen, die alle den Sinn von „all dem hier“ finden wollten, wurden in einem Wagen gesammelt und begaben sich auf eine gemeinsame Fahrt. Sie konnten einander dabei Unterstützung, Rat und Hilfe auf dem Weg geben. Dahinter steckt das Prinzip, dass das Ziel am Ende des inneren Weges (die Große Wahrheit) nur durch die gemeinsame Anstrengung mehrerer Menschen erreicht werden konnte. Dieses Prinzip finden wir auch im Ninjutsu,  im Ju-Jutsu und allgemein in unserem Training. Wir helfen einander, lernen voneinander und jeder inspiriert den anderen. Letztendlich ist genau diese Erforschung des Geistes das, was die Kampfkünste, die Kampfsportarten, all die hybriden Systeme und letztendlich auch die Welt der Selbstverteidigung ausmacht: Allein den Körper gegen Angriffe zu wappnen, lässt den Menschen unvollständig. Man muss auch den inneren Weg gehen, sprich Körper und Geist müssen im Einklang sein!